Hauptangeklagter im Schleife-Mordprozess bestreitet Tötungsabsicht
Vor dem Landgericht Görlitz hat am Vormittag der Prozess zum gewaltsamen Tod eines 24-jährigen Mannes aus Schleife begonnen. Der 21-jährige Hauptangeklagte schilderte die Tat, bestritt aber eine Tötungsabsicht. Er habe ihn nur eine Abreibung verpassen wollen, weil er ihm seine Freundin ausgespannt habe. Die Anklage geht dagegen von Mord aus. Vor Gericht stehen außerdem eine 19-jährige Schülerin und ein 26 Jahre alter Arbeitsloser. Ihnen wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Das Opfer wurde mit einem Springmesser vom Polenmarkt erstochen. Einer der beiden Stiche traf laut Anklage direkt ins Herz. Das Gericht will am Nachmittag in die Beweisaufnahme eintreten. Erste Zeugen sollen vernommen werden. Der Prozess wird morgen fortgesetzt.