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Heidenau setzt Zeichen gegen Fremdenfeind­lichkeit

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"Gebet für unsere Stadt!" - Bei einem ökume­ni­schen Gottes­dienst haben sich am Montag­abend in Heidenau  rund 200 Einwohner von den fremden­feind­li­chen Gewalt­taten der letzten Tage distan­ziert,  aber auch ihre Sorgen zum Ausdruck gebracht:  " Mit den Flücht­lingen, auch denen, die noch kommen werdne, wollen wir in Frieden und gut leben" – so Pfarrerin Erdmute Gustke. Die Stadt Heidenau hat zudem ein Hilfs­pro­jekt für die Flücht­linge gestartet und will alles Nötige für die Annahme und Koordi­nie­rung von Spenden noch in dieser Woche in die Wege leiten. Auch die Aktion Zivil­cou­rage hat zusammen mit dem DRK eine Hilfs­ak­tion für die Flücht­linge in Heidenau gestartet. Neben ehren­amt­li­chen Helfern werden vor allem Beklei­dung und Spiel­zeug für die Kinder gesucht. Weiter Infos dazu gibt es hier www.aktion-zivilcourage.de/News_Heidenau_braucht_Ihre_Unterstuetzung.427d10198/ Unter­dessen hat  die Polizei mit der Straf­ver­fol­gung der Gewal­täter von Heidenau begonnen. Die Krimi­nal­po­lizei wertet Video­auf­nahmen aus, Zeugen werden befragt. Zudem habe man die Identität von über 140 Menschen festge­stellt, teilte ein Polizei­spre­cher mit. Dass es am Wochen­ende keine Festnahmen gab, sei kein Hindernis für die Straf­ver­fol­gung, teilte die Polizei mit. Mehrere Hundert Rechts­ex­treme waren am Wochen­endein zwei Nächten in Folge auf Polizisten losge­gangen, über 30 wurden verletzt. Nun gilt ein Sicher­heits­be­reich in Heidenau, ein deutlich größeres Aufgebot an Beamten ist vor Ort. Mindes­tens bis zum Wochen­ende werde man mit diesen Kräften präsent bleiben, hieß es.