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Herrnhut auf dem Sprung auf die Weltkulturerbeliste

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Daumen drücken für Herrnhut! In den nächsten Tagen fällt die Entscheidung, ob die  Brüdergemeine in die Weltkulturerbeliste aufgenommen wird. Das Unesco-Komitee berät darüber in der indischen Hauptstadt Neu-Dehli.   Die Herrnhuter haben sich  gemeinsam mit Nordirland und den USA für den Titel beworben. 

Nach dem Vorbild von Herrnhut wurden über 30 Siedlungen weltweit errichtet. Die Siedlung in Christiansfeld in Dänemark wurde 2015 als Unesco-Welterbe anerkannt. Nun will Herrnhut über einen Erweiterungsantrag auf die Liste kommen – gemeinsam mit Bethlehem im US-Staat Pennsylvania und Gracehill in Nordirland. Eine Gruppe aus Herrnhut reist nach Indien. Sie will dabei sein, wenn die Entscheidung fällt. Und am kommenden Samstag soll es ein Bürgerfest in Herrnhut geben.  

Die Herrnhuter Brüdergemeine ist eine evangelische Freikirche und geht auf die 1457 entstandene Böhmische Brüder-Unität zurück. Die evangelische Minderheit lebte im katholischen Königreich Böhmen.  Nachfahren der Brüder kamen im 18. Jahrhundert nach Sachsen. Graf von Zinzendorf (1700-1760) gewährte den Glaubensflüchtlingen Asyl auf seinem Gut. 1722 gründeten sie den Ort „unter des Herrn Hut“. (dpa/red)