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Hochwasserhilfe wartet auf Auszahlung

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Knapp zweiein­halb Jahre nach dem verhee­renden Hochwasser haben die Sachsen erst rund ein Drittel ihrer Fluthilfe abgeholt. Bislang seien 773 Millionen Euro für Unter­nehmen, Kommunen oder Privat­leute bewil­ligt worden, teilte die Sächsi­sche Aufbau­bank (SAB) auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur mit. Davon seien erst 264 Millionen Euro ausge­zahlt worden. Zudem ist den Angaben zufolge noch etwa jeder zehnte Antrag auf Fluthilfe offen. Von den knapp 10.500 Anträgen wurden lauf Aufbau­bank 91 Prozent entschieden. „Im Wesent­li­chen sind die Anträge der Kommunen noch nicht bearbeitet“, sagte SAB-Sprecherin Beate Bartsch. Die Städte und Gemei­nenden hatten bis Ende Juni 2015 Zeit, die Anträge zu stellen. Für Unter­nehmen und Privat­leute lief diese Frist bereits Ende 2014 aus. Von allen einge­gan­genen Anträgen wurden bisher 8.444 bewil­ligt und 1.076 abgelehnt. Daraus ergibt sich ein Volumen von 773 Millionen Euro. Damit das Geld ausge­zahlt werden kann, sind die Rechnungen einzu­rei­chen. „Diese müssen noch nicht bezahlt worden sein“, erklärte Bartsch. Warum die Sachsen die Auszah­lungs­an­träge bisher zu zwei Dritteln noch nicht gestellt haben, darüber könne sie nur speku­lieren. „Aller­dings hoffen wir, dass dies noch geschieht.“ (dpa)