Hockey Open Air im Rudolf-Harbig-Stadion
Eiskaltes Spektakel im Dynamo-Stadion: Wenn die Dresdner Eislöwen und die Lausitzer Füchse am Samstag zum „Hockey Open Air“ bitten, ist ein Rekord garantiert. Über 32 000 Fans werden für einen Zuschauer-Bestmarke in der Arena sorgen. „Das ist schon eine andere Dimension. Ich freue mich auf die Energie, die aufs Eis kommt“, sagte Füchse-Trainer Corey Neilson am Freitag.
Sein Dresdner Amtskollege Rico Rossi will die einmalige Atmosphäre aufsaugen. „Es ist ein großes Event. Jeder soll das einfach genießen. Das habe ich auch versucht, meinen Spielern mitzugeben“, sagte der Coach. Sein Kapitän Thomas Pielmeier freut sich auf den Lärm der Fans: „Du musst das aufsaugen. Und es ist doch schön, wenn es laut ist. Deswegen hoffe ich auch drauf.“
Für das Dresdner Stadion ist die Zuschauer-Zahl zwar eine Bestmarke, ein deutscher Rekord ist es jedoch nicht. 2013 kamen 50 000 Zuschauer zum DEL Wintergame ins Nürnberger Stadion, um das Spiel der Ice Tigers gegen die Eisbären Berlin zu sehen. In den USA sahen 2010 sogar über 104 000 Fans das College-Spiel zwischen University of Michigan und der Michigan State University.
Nach dem DEL2-Spiel zwischen den Eislöwen und den Füchsen ist noch längst nicht Schluss. Ab 19.30 Uhr treffen Sparta Prag und Verva Litvinov aus der tschechischen Extraliga aufeinander. Allein aus Tschechien werden deshalb über 10 000 Fans nach Dresden reisen. „Es ist eine riesige Veranstaltung mit viel Tradition, eine tolle Sache für das deutsche und tschechische Eishockey“, sagte Uwe Krupp. Der frühere Bundestrainer ist heute Coach von Sparta.
Nach 2016 ist es allerdings erst das zweite Freiluft-Spektakel in Dresden. Die Kosten sind um 50 000 auf 650 000 Euro gestiegen. „Das ist eine Hausnummer, die man erst einmal aufbringen muss“, sagte Veranstalterin Eva Wagner. Allein die Füchse erhalten für den Umzug ins Stadion als Gäste eine „Entschädigung“ von 10 000 Euro.
Die Zahlen rund um das Spiel sind gewaltig: 120 000 Liter Wasser wurden ins Stadion gepumpt, in Verbindung mit 14 000 Litern Kühlflüssigkeit entstand die Eisfläche. 14 TV-Kameras bieten alle Perspektiven, dazu ist Zweitliga-Eishockey frei empfangbar im Fernsehen zu sehen. Der Aufwand lohnt sich nicht nur aufgrund der Medienpräsenz. Finanziell rechnet man mit einem Plus in sechsstelliger Höhe. Im Anschluss wird die Eisfläche bis zum 11. Januar für die Öffentlichkeit freigegeben.