Horchposten tief im Lausitzer Granit
Für den das geplante Untergrundlabor 250 Meter tief im Granit im Dreieck Hoyerswerda – Kamenz – Hoyerswerda werden weitere Daten gesammelt. Eine zweite Bohrung für seismische Messungen in Hoske, einem Ortsteil von Wittichenau, läuft. Sechs weitere sollen folgen. Die bisherigen Ergebnisse seien besser als erwartet, so Professor Christian Stegmann, Mitinitiator des Deutschen Zentrums für Astrophysik - DZA.
Das DZA hat mehrere tausende Messungen bis an den Granitstock heran vorgenommen. Sie zeigten, dass der Granitstock noch größer ausgedehnt sei als vermutet. „Der Block ist sehr homogen, er hat sehr wenig Brüche und lässt kaum Wasser durch“, freut sich Stegmann. Das schlussfolgern die Wissenschaftler aus den Ergebnissen der gravimetrischen Messungen.
Es gibt Faktoren, die noch untersucht werden müssen. Da sind zum Beispiel Windräder in Thonberg, einem Ortsteil von Kamenz. Welchen Einfluss sie auf die Ruhe im Gestein haben, soll durch weitere seismische Messungen festgestellt werden. Die Forscher brauchen ein ruhiges Umfeld, eine „seismische Null“, wie sie sagen, um künftig präzise Schwankungen der Raumzeit untersuchen zu können.
Das Untergrundlabor im Lausitzer Granit und ein Großrechenzentrum in Görlitz des Deutschen Zentrums für Astrophysik ist das größte Strukturentwicklungsprojekt in der sächsischen Lausitz. Es wird mit rund 1,1 Milliarden Euro gefördert.