++ EIL ++

Hospiz-Bau in Bischofswerda kann beginnen

Zuletzt aktualisiert:

Die Baugenehmigung ist da, der Fördervertrag unterzeichnet. Nun kann mit dem Hospiz-Bau in Bischofswerda begonnen werden. In der „Fronfeste“  - dem ältesten noch erhalten gebliebenen Gebäude der Stadt -   werden ab Frühjahr 2020 schwerst­kranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebens­ab­schnitt begleitet. Zwölf Betreuungsplätze entstehen.   Die Stadt Bischofswerda beteiligt sich an der Sanierung der „Fronfeste“ mit bis zu einer Million Euro.Damit bekommt die Oberlau­sitz nach Herrnhut ein zweites statio­näres Hospiz. Für Restau­rie­rung, Sanie­rung und Umbau wurden knapp fünf Millionen Euro veran­schlagt. Die Planer um Archi­tekt Daniel Neuer wollen möglichst viel histo­ri­sche Baususbstanz retten. So soll der histo­ri­sche Turm der Fronfeste detail­genau restau­riert und dabei der neuen Nutzung angepasst werden. Das gelte natür­lich auch für Propor­tionen und Fassaden, so Neuer. Grund­stücks­teile, die durch jahre­langem Leerstand nicht mehr nutzbar sind, sollen abgerissen werden. Geplant ist auch ein Neubau. Er soll behutsam in das Ensemble einge­fügt werden. Der neue Hausherr der Fronfeste geht davon aus, dass die Bauar­beiten Ende März beginnen können. Die Eröff­nung ist im Frühjahr 2020 geplant. Damit sei eine gute Lösung gefunden worden, sagte der Bischofs­wer­daer Oberbür­ger­meister Holm Große. Er bezeich­nete die Rettung des Gebäu­de­en­sem­bles als Schlüs­sel­pro­jekt in der histo­ri­schen Altstadt. Die im Mittel­alter errich­tete Fronfeste war als Teil der Stadt­be­fes­ti­gung.Später verbü­ßten dort Gefan­gene ihr Strafe. Die Fronfeste gilt als westli­ches Eingangstor zur Bischofs­wer­daer Altstadt.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth