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„Hotel Mama“ sticht Wohnheim-WG in Görlitz

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Das Studentenwerk Dresden beklagt zu viele freie Wohnheimplätze in Görlitz und Zittau. Durch die Corona-Pandemie ist die Nachfrage gesunken. In Görlitz sind derzeit 76 Prozent der Zimmer vermietet, in Zittau 79 Prozent. Mit der Umstellung auf die Online-Lehre vor einem Jahr hätten viele Studenten ihren Wohnheimplatz vorzeitig gekündigt, sagte uns Geschäftsbereichsleiter Thomas Neumann. Seit diesem Herbst sind Vorlesungen und Seminare wieder in Präsenz.

Es ist aber offenbar die Unsicherheit, ob wieder auf Online-Lehre umgestellt wird. Viele der rund 1.500 in Görlitz eingeschriebenen Studenten kommen ohnehin aus einem Umkreis von 100 Kilometern. Da ist das Pendeln zu „Hotel Mama“ für nicht wenige eine Alternative, zumal  der eine und andere sein Studium nach dem Di-Mi-Do-Wochenrhythmus organisiert – Montagabend anreisen, am Donnerstagnachmittag oder spätestens am Freitag abreisen.

Dabei hätten Studenten im Görlitzer Vogtshof optimale Bedingungen, ist Thomas Neumann vom Studentenwerk überzeugt. „Es sind alles möblierte Zimmer mit Glasfaseranschluss für schnelles Internet. Auch die Betriebskosten sind komplett inklusive. Für den Fitnessraum brauchen die Studenten nicht extra zu zahlen.“

Neumann hofft auf eine bessere Auslastung. Seit  der Wiederaufnahme der Lehre in Präsenz sei die Nachfrage wieder gestiegen,  Aber er weiß auch: „Wer einmal ausgezogen ist, kommt nicht mehr zurück.“

In Zittau und Görlitz bietet das Studentenwerk Dresden insgesamt 750 Wohnheimplätze an.

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Reporter Knut-Michael Kunoth