„Hoyerswerda muss Führungsrolle übernehmen“
Erster Arbeitstag für Hoyerswerdas neuen Oberbürgermeister. Torsten Ruban-Zeh übernimmt heute die Amtsgeschäfte. Er ist der erste SPD-OB in Hoyerswerda. Der 57-Jährige war im zweiten Anlauf mit der einfachen Mehrheit von 44,3 Prozent gewählt worden. Unter seiner Führung soll Hoyerswerda wieder eine Führungsrolle übernehmen. Ruban-Zeh ist verheiratet und hat vier Kinder. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.
Ruban-Zeh ist Wahl-Hoyerswerdaer. Vor 20 Jahren kam der ausgebildete Militärattaché in die damals rapide schrumpfende Stadt. Der Sohn eines führenden DDR-Militärs verbrachte seine Kindheit in Moskau. Später entschied er sich ebenfalls für eine Militär-Laufbahn, die 1989 die friedliche Revolution beendete. Wenig später traf Ruban-Zeh die Entscheidung, die Uniform abzulegen. „Ich schaue immer nach vorn“, ist eines seiner Credos. Ein anderes: „Wenn man etwas nicht anpackt, kann man es auch nicht verändern.“
„Wir müssen für die Region wieder lauter werden“, so Ruban-Zeh. Von schnelleren Verkehrsanbindungen, einem S-Bahn-Halt und der Ansiedlung kleiner, innovativer Unternehmen in Zusammenhang mit dem IT-Campus würden auch die Gemeinden im Umland profitieren.