Hoyerswerda sagt Nein zu weiterem Asylbewerberheim

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Hoyerswerda lehnt ein weiteres Asylbewerberheim in der Stadt ab. Die vom Landkreis angedachte zentrale Unterbringung in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem dörflichen Stadtteil sei ungeeignet, weder für die Betroffenen noch für die Stadt, heißt es in einer heute Nachmittag veröffentlichten Erklärung des Oberbürgermeisters und von fünf der sechs Stadtratsfraktionen.

Die Unterzeichner sorgen sich um den sozialen Frieden. Weitere Asylbewerber sollten stattdessen dezentral untergebracht werden oder in den bisher schon einmal genutzten Objekten. Nur so sei eine menschenwürdige Betreuung möglich. Geflüchtete und Verfolgte sollen willkommen sein. Nicht unterzeichnet wurde die Erklärung von der AfD-Fraktion.

Der Landkreis hat ein Gebäude am Lindenweg zum Ortsteil Kühnicht im Fokus. Dabei handelt es sich um einen Dreigeschosser, der in privater Hand ist.  In dem ehemaligen Robotron-Block war zuletzt ein Rechenzentrum untergebracht.

Es soll auch eine Liste mit 500 Unterschriften von Einwohnern geben, die sich gegen den Standort aussprechen. In Hoyerswerda werden gegenwärtig zwei Sammelunterkünfte für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt.