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Hybrid-Bus für Görlitzer Stadtverkehr

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Die Görlitzer Verkehrsbetriebe - GVB - setzen auf alternative und umweltfreundliche Antriebe. Heute Vormittag wurde ein Diesel-Elektro-Hybrid-Bus in Dienst gestellt. Geschäftsführer Andreas Trillmich rechnet damit, dass zehn Prozent Kraftstoff eingespart werden können. Im Bus haben rund 150 Fahrgäste Platz (42 Sitz-, 111 Stehplätze).

LED-Leuchtstreifen am Boden der Türen erleichtern das Einsteigen bei Dunkelheit. Auf Bildschirmen werden die aktuellen Stationen angezeigt. Fahrgäste können ihre Handys oder Laptops an USB-Steckdosen anschließen.

Die GVB wollen ihre Busflotte schrittweise erneuern. Im vergangenen Jahr wurden schon zwei neue Fahrzeuge in Dienst gestellt. „Wir wollen auch unsere Pkw-Flotte auch auf Hybrid- und Elektroantriebe umstellen. Mit unseren Straßenbahnen fahren wir schon 100 Prozent ökologisch“, so Trillmich.

In den nächsten Wochen beginnt die Ausschreibung für acht neue Straßenbahnen.  Görlitz will die Bahnen gemeinsam mit Leipzig und Zwickau beschaffen. Wenn alles reibungslos läuft, könnte Anfang 2024 die erste neue Tram im Testbetrieb in Görlitz rollen. Trillmich wünscht sich, dass Ende 2025 oder Anfang 2026 die Flotte ausgetauscht ist. Die neuen Straßenbahnen werden mit 30 Metern länger (jetzt 20 Meter) und breiter (2,30 Meter) sein. Die Erneuerung der Görlitzer Straßenbahnen wird voraussichtlich 25 Millionen Euro kosten. Fördermittelantrag wurde gestellt.

Die GVB halten an ihren Plänen für eine Verlängerung der Straßenbahnlinie von Neiße-Park bis zum Klinikum fest. „Sobald wir belastbare Ergebnisse haben, werden wird der Stadt einen Vorschlag machen“. 

Trillmich kündigte an, dass ein Wunsch vieler Fahrgäste nach Wiedereinführung der Vier-Fahrten-Karten geprüft werde. Die alten Fahrscheinautomaten sollen bis Mitte nächsten Jahres durch digitale Geräte ausgetauscht werden. Derzeit laufe die Ausschreibung.

Die GVB war Anfang vergangenen Jahres gestartet. Sie ist eine hundertprozentige Gesellschaft der Stadt.  Sie erzielte im vergangenen Jahr einen Erlös von rund vier Millionen Euro. Die Verkehrsbetriebe haben 99 Beschäftigte. Das Durchschnittsalter beträgt 53 Jahre.