Immer mehr Wolfsübergriffe in der Oberlausitz
Die Schäfereien in der Oberlausitz werden immer mehr zur Zielscheibe von Wölfen. Allein im Landkreis Bautzen wurden am vergangenen Mittwoch insgesamt fünf Übergriffe gezählt, teilte das Landesumweltamt heute mit.
Besonders betroffen waren demnach drei Herden in Weißenberg und Panschwitz-Kuckau. Bei mehreren Angriffen wurden insgesamt 33 Tiere getötet, weitere vier verletzt. Zahlreiche Schafe brachen aus. Einige werden noch immer vermisst. Auch in Großpostwitz, Cunewalde und Lauta wurden der Fachstelle mehrere Übergriffe gemeldet.
Zuletzt hatte es immer wieder kritische Stimmen gegeben. Die Beigeordnete im Kreis Bautzen, Romy Reinisch, forderte unter anderem eine schnelle Entscheidung des Freistaats, um gezielte Abschüsse auch durch die Kreisverwaltungen anordnen zu können.
„Die Wolfssituation ist für die Tierhalter in unserer Heimat unerträglich geworden! Die Fachstelle Wolf kommt mit den Rissbegutachtungen kaum noch hinterher, weil es zu viele Fälle gibt. Hier müssen den Worten nun Taten folgen. Weder hohe Zäune noch elektrischer Schutz oder Flatterbänder halten den Wolf mittlerweile von Angriffen ab.“, erklärte die Beigeordnete.
Bei allen Fällen in dieser Woche bestand der geforderte Mindestschutz. Die Tierhalter haben also Anspruch auf eine Entschädigung aus der Staatskasse. Über die Zahlung entscheidet dann die Landesdirektion Sachsen.