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In mehreren Wochen sollen wieder Züge auf Städtebahn-Strecken rollen

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Auf den Strecken der Städtebahn Sachsen sollen so schnell wie möglich wieder Züge rollen. Darauf verständigten sich Vertreter des Verkehrsverbundes Oberelbe, des Wirtschaftsministeriums, der Gewerkschaft GDL und des Städtebahn-Betriebsrates. Die Mitarbeiter sollen von einem neuen Betreiber übernommen werden. Dabei gehe es nicht nur um eine Perspektive für das Fahrpersonal, sondern auch Mitarbeiter in Verwaltung und Werkstatt, betonte die GDL.

Ausschreibung startet in 48 Stunden

Der VVO hat am Sonntag den Vertrag mit der Städtebahn gekündigt und erarbeitet gerade die Unterlagen für die Notausschreibung. Am Mittwoch sollen die Papiere fertig sein, dann können sich andere Betreiber bewerben. Eine europaweite Ausschreibung ist in diesem Sonderfall nicht notwendig, sagte VVO-Sprecher Christian Schlemper. Allerdings gilt die Ausschreibung dann nur für zwei Jahre. Prinzipiell könnten die Mitteldeutsche Regiobahn MRB, die Länderbahn (TRILEX) oder die DB Regio die Strecken und Zügen mit den Leasingverträgen der Städtebahn übernehmen. Vermutlich ist allerdings auch eine finanzielle Beteiligung des Freistaates notwendig.

Vergangene Wochen waren völlig überraschend die Verbindungen zwischen Dresden, Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal nach Altenberg, sowie zwischen Pirna und Sebnitz eingestellt worden. Die Städtebahn hatte dies zunächst mit der schlechten Wartung der Zugstrecken und dadurch ständig beschädigten Zügen begründet, später wurde dann konkretisiert, dass der Eigentümer der Züge die Leasingverträge gekündigt hat. Von heute auf morgen wurde der Betrieb ohne Vorankündigung eingestellt.

VVO-Sprecher Schlemper geht davon aus, dass die Züge in einigen Wochen wieder rollen können. Bis dahin gibt es den Notverkehr mit Bussen. Die Fahrpläne werden dahingehend weiter angepasst.