In Oberlausitzer Wäldern lauert weiterer Feind
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Die Lage in den Wäldern im Kreis Bautzen hat sich weiter zugespitzt. Der Borkenkäfer hat inzwischen 14.600 Stellen befallen. Fast 109.000 Festmeter Schadholz wurden ermittelt. Die Revierleiter seien kaum noch in der Lage, die fortschreitenden Schäden zu erheben und zu dokumentieren, so Landratsamtssprecherin Frances Lein.
Hinzu kommt ein weiterer Feind. Es ist der Blaue Kiefernprachtkäfer. Der Schädling breitet sich rasant aus. Er hatte bis zum Sommer schon 12.600 Festmeter Holz befallen und damit zehnmal so viel wie vor einem Jahr. Die Dunkelziffer liegt noch höher. Weder Borkenkäfer noch Kiefernprachtkäfer sind derzeit zu stoppen.
Forstleute hoffen auf einen kühlen und verregneten Sommer 2020. Wenn nicht, drohen noch größere Waldschäden.