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Industrie in der Oberlausitz nimmt wieder Fahrt auf

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In vielen Betrieben in der Oberlausitz ist mit Beginn der Corona-Krise die Produktion zurückgefahren worden. Oder sie kam ganz zum Erliegen. Wie sieht es nun aus  - nach mehr als zwei Monaten seit Beginn der Krise?

Die Industrie versucht, in den Vorkrisen-Modus zu kommen. Ein großer Teil hat Fahrt aufgenommen.  IG Metall Ostsachsen-Chef Jan Otto schätzt die Situation differenziert ein. Die meisten Betriebe seien bislang ganz gut durch die Krise gekommen.  Als Beispiele nennt er Siemens Görlitz und die beiden Bombardierwerke in Görlitz und Bautzen. Auch beim Batterienhersteller Accumotive in Kamenz liefen die Produktion weiter auf vollen Touren.

 Aber was ist mit den anderen Autozulieferern? Zum Beispiel „Linde+Wiemann“ in Elstra?  „Der Betrieb hatte eine relativ kritische Phase. Er  bereitet sich aber jetzt wieder auf die Produktion vor“, so Otto. Weiter nördlich in Straßgrächen baut Toyota Klimakompressoren. Vor zwei Wochen wurden die Bänder gestoppt und die meisten der 950 Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt. Otto will erfahren haben, dass die Produktion im Juni wieder hochgefahren wird.

Ein paar Kilometer weiter in Wittichenau befindet sich das Maja-Möbelwerk. Dort sei die Produktion inzwischen wieder angelaufen. „Sie ist schon wieder auf einem richtig guten Level. Es werden sogar Einstellungen vorgenommen“.

Und wie sieht es bei Birkenstock in Görlitz aus? „Dort sind die nächsten Tage entscheidend. Wie schnell können Lieferketten wieder hergestellt werden“, meint Otto.

Unterbrochene Lieferketten, stornierte Aufträge, aber auch fehlende Arbeitskräfte durch die geschlossenen Grenzen – dies hat viele Industriebetriebe in der Oberlausitz in Nöte gebracht. Und die Krise ist noch nicht ausgestanden. Einen zweiten Lockdown dürfe es nicht geben, warnt Otto.

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Reporter Knut-Michael Kunoth