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Industriegebiet im Norden findet Mehrheit im Kreistag Görlitz

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Mit einem Industriegebiet im Norden des Landkreises Görlitz soll der Strukturwandel forciert werden. Gemeinsam mit Gemeinden in der Revierregion soll die Kreisverwaltung Entwicklungsmöglichkeiten ausloten. Einem entsprechenden Antrag der CDU hat heute der Kreistag mehrheitlich zugestimmt.

„Wir brauchen ein Industriegebiet von nationaler Bedeutung“, appellierte Kreisrat Jörg Funda an seine Kollegen. Er ist Bürgermeister von Schleife. Die Gemeinde an der Tagebaukante ist besonders von den Umbrüchen betroffen. Deshalb forderte er nachdrücklich, dass die Wertschöpfung durch Kohleabbau und -verstromung durch eine neue Wertschöpfung in der Region ersetzt werden müsse. Die Reviergemeinden wollen dabei den Landkreis mit seinen Netzwerken mit im Boot haben. Sie allein fühlen sich mit so einem Industriegebiet überfordert. Für Landrat Stephan Meyer ist es ein interkommunales Projekt, wobei die Planungshoheit bei den Kommunen liegen müsse.

Dieses  mindestens 50 Hektar große Industriegebiet  „von nationaler Bedeutung“ soll sowohl Platz für Erweiterung von Unternehmen bieten als auch Raum für neue Betriebe. Wo im nördlichen Landkreis Görlitz dafür das „Bett“ bereitet werden könnte, das ist noch offen.