Infineon baut neues Werk in Dresden

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Infineon baut für fünf Milliarden Euro ein neues Werk in Dresden. Die Fertigungskapazitäten bei Signal-Chips und Halbleitern sollen so ausgeweitet werden, teilte das Unternehmen mit.

Der Aufsichtsrat habe dem Ausbau der Produktion zugestimmt. Damit könnten bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

Gebaut wird laut Infineon aber nur, wenn es eine angemessene öffentliche Förderung gibt. Die Fabrik könnte dann im Herbst 2026 in Betrieb gehen.

„Dekarbonisierung und Digitalisierung sorgen für strukturell steigenden Halbleiterbedarf. Dank seiner strategischen Ausrichtung wird Infineon überproportional von dieser Entwicklung profitieren. Diese Dynamik hat sich weiter beschleunigt, daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, uns ein noch ambitionierteres Zielgeschäftsmodell zu geben“, sagt Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon.

„Mit der geplanten Investition in ein neues Werk setzen wir unsere Strategie weiter konsequent um und verbreitern vorausschauend die Basis für unseren beschleunigten profitablen Wachstumskurs. Wir freuen uns über die politische Unterstützung für eine Investition am Standort Dresden und setzen auf eine angemessene Förderung unter dem European Chips Act."

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert sieht den Halbleiter-Standort Dresden nach der angekündigten Infineon-Investition weiter im Auftrieb. Die Entscheidung für ein neues Werk stimme ihn stolz und zuversichtlich, erklärte Hilbert am Montagabend.

Die Stadt werde die Infrastruktur dafür bereitstellen und das Strom-, Wasser und Abwassernetz im Dresdner Norden verstärken. Auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sieht den Standort durch die geplante Investition nachhaltig gestärkt.