Jäger schreiben Brief an Görlitzer Landrat
Die sächsische Schweinepest-Verordnung sorgt weiter für Unmut bei Jägern in der Oberlausitz. Sie sehen sich mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand konfrontiert. So wird von ihnen verlangt, von jedem geschossenen Wildschwein eine Blutprobe zu nehmen und einzuschicken, den Aufbruch und die Schwarte zu entsorgen.
„Ein weiter negativer Punkt ist die Dauer der Beprobungen. Es kann nicht angehen, dass Jäger Schweine in ihrer Kühlung tage- und in einigen Fällen wochenlang hängen lassen müssen, ohne ein Ergebnis zu bekommen.Auch dafür trägt der Jäger die Kosten selbst“, so Marko Broda. Er ist einer der fünf Verfasser eines Briefs an den Görlitzer Landrat Bernd Lange. Die Jäger werden derzeit mit zehn Euro entschädigt.
Der Landrat hat sich hinter die Jäger gestellt. Vor einem Monat forderte er: „Die Wildschweinverordnung muss weg!“. Bis heute ist aber nichts geschehen. Möglicherweise kommt nun Bewegung in die Kontroverse. In Kürze soll es ein Gespräch mit dem zuständigen Ministerium geben, sagte uns Landratsamtssprecherin Julia Bjar.