Japaner wollen in Straßgräbchen Produktion ausweiten
Automobilzulieferer TDDK baut sein Werk in Straßgräbchen bei Kamenz zum europaweit größten Produktionsstandort für elektrische Kfz-Klimakompressoren aus. Das kündigte heute der japanische Konzern an. Die Zentrale hat grünes Licht gegeben für den Bau einer ersten Montagelinie und das Gießen und maschinelle Bearbeiten der Aluminiumgehäuse des Verdichters.
Die Massenproduktion in der Lausitz soll 2025 beginnen. Dafür wird das Werk erweitert. TDDK hofft auf eine ähnlich kurze Zeit für die Baugenehmigung wie zum Start 1998. Damals stimmte das Landratsamt nach nur sechs Wochen dem ersten Bauabschnitt zu. Zu Größenordnung und Investitionssumme konnte TDDK noch keine genauen Angaben machen. Der Konzern wies zugleich darauf hin, dass er nur mit Vertrauen in eine stabile und bezahlbare Gas- und Energieversorgung eine solche Investition wagen könne.
Am Standort mit inzwischen rund 950 Beschäftigten werden derzeit in Japan gefertigte Elektrokompressoren an Kunden verschickt. Das waren 2021 rund 200.000 Stück. In diesem Jahr rechnet TDDK mit einer halben Millionen Kompressoren. „Das macht 2022 bei einer Gesamtversandzahl von sechs Millionen Kältemittelverdichtern bereits einen Anteil von acht Prozent aus“, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung. TDDK bereite sich mit dem Um- und Ausbau des Werks auf eine Kapazitätserweiterung von sechs auf acht Millionen Klimakompressoren pro Jahr vor.
Im Juni vergangenen Jahres wurde der erste Spatenstich für den sechsten Bauabschnitt gesetzt. Errichtet wird ein Hochregallager mit zunächst 13.000 Palettenstellplätzen. Am kommenden Freitag ist Richtfest. Das Werk in Straßgräbchen nahm vor 24 Jahren die Produktion auf.