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Jede 10. Firma in der Lausitz denkt über Schließung oder Verkauf nach

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Die Stimmung in Industrie, Bau und Handel in der Lausitz ist im Keller. Jedes fünfte Unternehmen betrachtet seine Geschäftslage als schlecht und jeder zweite Betrieb als befriedigend. Das geht aus der heute vorgestellten Herbst-Konjunkturbefragung der IHK Cottbus und Dresden hervor. Mehr als 500 Unternehmen in der Lausitz wurden befragt.  

Die Aussichten sind düster. Jedes zehnte Unternehmen denkt angesichts Arbeits- und Fachkräftemangel über Schließung oder Verkauf nach. „Fast die Hälfte der befragten Betriebe schränkt das Angebot ein und verzeichnet Auftragsverluste“, so der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, Wolfgang Krüger. Fast zwei Drittel müssten ihrer Belegschaft viel mehr abfordern. Das heißt: Das  Stammpersonal muss  die Aufgaben für jene Kollegen übernehmen, die nicht mehr da sind.  Allerdings sieht mehr als die Hälfte der Lausitzer Unternehmen keinen Bedarf an Fachkräften aus dem Ausland. Das sei nachvollziehbar, so Krüger  mit Blick auf den damit verbundenen Bürokratie- und Einarbeitungsaufwand.

Vor allem Industrie, Bau und Handel in der Lausitz klagen. Als Geschäftsrisiken werden die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gesehen. Weiter auf dem Risikoradar sind  die Energie-, Rohstoff- und Arbeitskosten sowie der Fachkräftemangel. Dagegen sieht das Dienstleistungs- und Tourismusgewerbe seine Lage etwas besser.   Kein Wunder nach den Corona-Jahren.

Audio:

Knut-Michael Kunoth berichtet
Wolfgang Krüger, Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, warnt vor einer schleichenden Deindustrialisierung
Der Konunktur-Report wurde in der Firma Kreisel in Krauschwitz vorgestellt. Knut-Michael Kunoth kam mit dem Geschäftsführer der GmbH, Wolfram Kreisel, ins Gespräch