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Hoffen auf ein Wunder - Jobcenter Bautzen und Görlitz müssen Rotstift zücken

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Das Jobcenter Bautzen muss sein Leistungsangebot einschränken. Grund: Es stehen für dieses Jahr bislang nur 45 Prozent der erwarten Mittel vom Bund bereit.  Es werde Abstriche geben, zum Beispiel bei Qualifizierungskursen oder der Finanzierung des Führerscheins, sagte uns Sozialdezernentin Kristin Penther.

Im vergangenen Jahr konnte das Jobcenter Bautzen noch mehr als 2.000 Bürgergeldempfänger  in Arbeit bringen, davon rund 200 Flüchtlinge aus der Ukraine. „Wir hoffen auf das große Wunder.“ Dabei schaut Penther nach Berlin, dass die neue Bundesregierung die Jobcenter auskömmlich finanziere.

Auch das Jobcenter Görlitz muss mit spitzem Stift rechnen. Es werde weniger Arbeitsgelegenheiten geben, so Jobcenter-Chef Felix Breitenstein. „Wir werden aber weiter Gruppenmaßnahmen ausschreiben.“ Das Jobcenter Görlitz hat in diesem Jahr drei Millionen Euro weniger zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Görlitz über 1.900 Bürgergeldempfänger vermittelt, davon 160 Ukrainer und knapp 300 Flüchtlinge aus anderen Ländern.   70 Prozent der Jobcenter-Kunden  haben einen deutschen Pass.

Audio:

Sozialdezernentin Kristin Penther
Felix Breitenstein, Leiter Jobcenter Kreis Görlitz