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Junge kriminelle Karrieren in Görlitz stoppen

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In Görlitz sollen junge Erst- und Intensivtäter künftig schneller zur Rechenschaft gezogen werden. Zugleich wollen  Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendgerichtshilfe den Betroffenen helfen, wieder auf die richtige Bahn zu kommen. Dafür wurde ein 14-köpfiges Team gebildet,  das in einem heute eröffneten „Haus des Jugendrechts“ im Polizeirevier Görlitz tätig ist. Verfahren können so beschleunigt werden. Postwege zwischen den Behörden fallen weg.

Sachsens Innenminister Roland Wöller: „Straftaten rasch zu ahnden,  das ist  wichtig, aber ebenso den jugendlichen Tätern Hilfsangebote zu machen und damit Kriminalitätskarrieren zu unterbrechen“. Genau das sei die Idee in Görlitz. Ein „Haus der Jugendrechte“ gibt es seit 2015 schon in Leipzig. Ein weiteres soll in wenigen Monaten in Bautzen eröffnet werden.

Für Sachsens Justizministerin Katja Meier sind die Zentren ein wichtiger Schritt, um die Dauer von Strafverfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende zu verkürzen, Hilfe und Beratung zu geben. „Denn nur, wenn wir die Probleme der Jugendlichen frühzeitig anpacken, können wir ein weiteres Abrutschen in straffälliges Verhalten verhindern.“ 

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Innenminister Roland Wöller
Zum 14-köpfigen Team gehört der Erste Polizeihauptkommissar Berko Thomas