Kamenz kämpft um seinen Kreißsaal
In Kamenz sorgt die geplante Schließung der Geburtenstation weiter für Diskussionen. Ende Mai sollen im Kreißsaal des Krankenhauses St. Johannes die Lichter ausgehen. Die Geschäftsführung begründet das mit sinkenden Geburtenzahlen, strengeren Qualitätsvorgaben und wirtschaftlichem Druck durch die Krankenhausreform.
In der Stadt wächst jedoch der Widerstand. Der Kamenzer Stadtrat hat sich klar positioniert. In einer Resolution fordert er, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sei ein wichtiger Baustein für die Lebensqualität vor Ort und für die medizinische Versorgung in der gesamten Region. Konkret schlägt der Stadtrat vor, den Zeitraum bis zu einer möglichen Schließung zu verlängern, um nach tragfähigen Lösungen zu suchen.
Unterstützung bekommt der Protest auch von den Bürgern: Für den 1. Mai ist eine Kundgebung auf dem Kamenzer Marktplatz geplant. Das Bündnis für Zukunft ruft dazu auf, ein deutliches Zeichen für den Erhalt des Kreißsaals zu setzen.
