Kamenzer Batteriewerker haben weitere Forderungen
Rund 500 Stammbeschäftigte des Kamenzer Batteriewerks „Deutsche Accumotive“ haben am Nachmittag den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck verliehen. Sie versammelten sich zu einer Kundgebung vor dem Haupttor. Nach ersten Ergebnissen wie einer Einmalzahlung von 1.000 Euro für jeden Beschäftigten will die IG Metall nun Forderungen nach mehr Urlaub und der Einführung der 38-Stunden Woche durchsetzen. Dazu überreichte die Belegschaft eine Fotopetition an die Verhandlungsführer.
Betriebsräte aus Ostsachsen und des Daimlerwerks in Ludwigsfelde zeigten sich mit ihren Kollegen in Kamenz solidarisch. Sie waren ebenfalls zur Kundgebung gekommen.
„Die Accumotive ist für die Region eine der größten und bedeutendsten Arbeitgeberinnen, da sie zum einen am Ende der Transformation steht und somit positiv die Energiewende gestaltet, zum anderen aber auch zeigt, dass diese Region eine Zukunft als Energieregion hat. Zusammen mit allen vereinbarten Regelungen liegt der effektive Entgeltzuwachs innerhalb der nächsten 5 Jahre für einen Produktionsmitarbeiter bei 7.000 bis 10.000 Euro, das ist beachtlich und sucht bundesweit seines Gleichen“, sagte Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall für Ostsachsen.
Die „Accumotive“ in Kamenz hat knapp 2.000 Beschäftigte, davon laut IG Metall rund 50 Prozent Leiharbeiter. Am Standort werden Batterien für Hybride, Bordnetze und Vollbatterien für die gesamte Daimler-Flotte gebaut.