Kamenzer Forstfest als Kulturerbe vorgeschlagen
Sachsen hat das Kamenzer Forstfest für die Aufnahme in die bundesweite Liste als Immaterielles Kulturerbe vorgeschlagen. Damit folgt der Freistaat einer Empfehlung des Sächsischen Kultursenats. Das Kamenzer Forstfest mit seiner über 300-jährigen Geschichte sei eines der größten Schul- und Heimatfeste Sachsens. Es stehe in besonderer Weise für Tradition und Brauchtum, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch.
Zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland gehören schon z.B. die Bräuche und Feste der Sorben und die sächsischen Knabenchöre.
Hintergrund:
Das Kamenzer Forstfest findet stets in der Bartholomäuswoche (um den 24. August) statt. An den Umzügen beteiligen sich regelmäßig rund 1.500 Mädchen und Jungen der Kamenzer Schulen. Sie sind traditionell in Weiß gekleidet und tragen Blumengirlanden und Fahnen von der Innenstadt bis in den Forst. Dabei singen sie traditionelle Heimatlieder. Die Kamenzer schmücken zum Fest ihre Häuser mit Ranken, Wimpelketten und Blumenkränzen. Bis zu 50.000 Gäste zieht das Kamenzer Forstfest jährlich weit über die Stadtgrenzen hinaus an.
Weitere Infos zum Immateriellen Kulturerbe: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe