• Foto: kmk

Kamenzer Richter spricht Lkw-Fahrer von Tötungsvorwurf frei

Zuletzt aktualisiert:

Ein Lkw-Fahrer hat heute das Amtsgericht Kamenz als unbescholtener Mann verlassen. Er wurde vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung eines Motorradfahrers freigesprochen. Dem 38-jährigen aus Neustadt/Sachsen konnte nicht nachgewiesen werden, dass er seine Sorgfaltspflicht beim Überholen verletzt hatte.

Im Prozess ging es um einen Unfall vor knapp zwei Jahren auf der A 4 zwischen Pulsnitz und Ohorn. Der Lkw-Fahrer wollte einen Laster überholen. Als er auf die linke Fahrspur ausgeschert war, krachte ein Motorradfahrer mit hoher Geschwindigkeit auf seinen Anhänger. Der 24-jährgie Kradfahrer verstarb an Ort und Stelle.

Der Angeklagte hatte ausgesagt, vor dem Überholen den Blinker gesetzt, in den Spiegel geschaut und das Motorrad nicht gesehen zu haben. Der Gutachter ging davon aus, dass der Motorradfahrer mit weit über 200 Kilometer pro Stunde unterwegs war und deshalb für den Lkw-Fahrer zum Zeitpunkt des Überholvorgangs nicht sichtbar war.

Staatsanwalt und Verteidiger beantragten Freispruch. Der Richter folgte den Plädoyers.


Audio:

Verteidiger Andreas Suchy