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Kampf gegen den Borkenkäfer im Kreis Görlitz

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Forstleute im Kreis Görlitz führen einen Kampf gegen die Uhr. Bis zum Beginn der neuen Borkenkäfersaison in wenigen Wochen muss alles Schadholz aus dem Wald. 100.000 Festmeter seien noch nicht raus, sagte uns Peter Wilde vom Kreisforstamt. Das ist etwa ein Drittel des Schadholzaufkommens. Durch den Borkenkäferbefall mussten schon über 1.000 Hektar Wald im Kreis Görlitz gerodet werden.  Vor allem in den Königshainer Bergen ist der Kahlschlag nicht zu übersehen.

 Wilde  hätte lieber Landregen und Temperaturen unter 16 Grad. Das würde dem Borkenkäfer gar nicht gefallen – und dem Wald gut tun. Dem Patienten geht es nicht wirklich besser. Der Wald liege schon zwei Jahre auf der Intensivstation, so Wilde. Der Beginn der neuen Borkenkäfersaison steht bevor. „Mitte April beginnt der Schwarmflug.“

Bis dahin muss alles Schadholz aus den Wäldern. Denn es bietet ideale Ausgangsbedingungen für die neue Borkenkäfergeneration. Derzeit wird gerodet und rausgezogen in den Königshainer Bergen, am Bieleboh und im Königsholz bei Zittau. Waldbesitzer und Forstleute im Kreis Görlitz führen einen Kampf gegen die Uhr. Sie werden ihn verlieren. Erst zwei Drittel des Schadholzes wurden beräumt.

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Reporter Knut-Michael Kunoth