Kampfansage an Neonazis in Hoyerswerda
Hoyerswerda macht mobil gegen Rechts. Es werde nicht zugelassen, dass Neonazis ein Klima der Angst in der Stadt verbreiten. Das bekräftigte das Lokale Aktionsforum Hoyerswerda. Die Runde traf sich heute das erste Mal. Zu ihr gehören neben Oberbürgermeister Stefan Skora die Landespräsidenten von Polizei und Verfassungsshutz sowie lokale Organisationen.
"Wir werden den Rechten auf den Füßen stehen!", kündigte Landespolizeipräsident Rainer Kann an. Er reagierte damit auf den Vorfall vom 17.Oktober, der Hoyerswerda deutschlandweit wieder in die Negativschlagzeilen brachte. Ein Paar wurde von einer Gruppe von etwa 15 Neonazis bedroht. Es verließ daraufhin fluchtartig die Stadt. Dass sich so etwas nicht wiederholt, kann aber nicht allein Aufgabe der Polizei sein. Hier sei auch die Zivilgesellschaft gefordert. Jeder Einzelne müsse auf rechtsextreme Umtriebe reagieren, ihnen Einhalt gebieten, so das Forum.
Die Runde will sich regelmäßig treffen, Projekte anschieben, Vereine und Verbände im Kampf gegen Rechts unterstützen. Das nächste Mal kommt das Lokale Aktionsforum Hoyerswerda in einem halben Jahr zusammen.