++ EIL ++

Kaum noch Frachter und Dampfer auf der Elbe - Niedrigwasser bremst

Zuletzt aktualisiert:

as anhal­tende Niedrig­wasser bremst die Schiff­fahrt auf Elbe aus. Sowohl Güter- als auch Fahrgast­schiffe seien betroffen, sagte Klaus Kautz vom Wasser- und Schiff­fahrtsamt (WSA) in Dresden am Dienstag. „Mit allen wirtschaft­li­chen Konse­quenzen.“ Auf der anderen Seiten freuten sich Sport­boot-Fahrer und Paddler über das schöne Wetter - und ungewöhn­lich wenig Verkehr auf der Elbe. Der Pegel Dresden hatte am Dienstag einen Wasser­stand von 61 Zenti­me­tern, normal sind zwei Meter.Seit mittler­weile drei Wochen sei die Berufs­schiff­fahrt einge­stellt, sagte Frank Thiele von der Sächsi­schen Binnen­häfen Oberelbe GmbH (SBO). Betroffen sind unter anderem die Elbe-Projekt-Linie sowie die Elbe-Container-Linie, die von Sachsen nach Hamburg fährt. Verein­zelt gebe es Engpässe beim Trans­port von Schrott oder Fluss­spat, der nur zum Teil auf die Schiene verlegt werden könne. Dennoch sei die Situa­tion derzeit noch „verhält­nis­mäßig entspannt“, so Thiele.Im Vorjahr hatten niedrige Wasser­stände über knapp ein halbes Jahr hinweg die Berufs­schiff­fahrt lahmge­legt - und den Häfen erheb­liche Umsatz­ein­bußen beschert. Zum SBO gehören die Häfen in Dresden, Riesa und Torgau, Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt und Mühlberg in Branden­burg sowie die tsche­chi­schen Häfen in Děčín und Lovosice.Auch die Flotte der Sächsi­schen Dampf­schiff­fahrt musste ihre Fahrten wegen Niedrig­was­sers stark einschränken. Am Dienstag waren nur Stadt­rund­fahrten durch die Altstadt und Richtung Blaues Wunder möglich. „Da verkehrten zwei Schiffe mit wenig Tiefgang, die aller­dings im Stunden­takt“, erklärte ein Sprecher.Entspan­nung - zumin­dest vorüber­ge­hend - wird für den Mittwoch erwartet. Nach Angaben des Landes­amtes für Umwelt, Landwirt­schaft und Geologie (LfULG) soll der Wasser­stand in Dresden um etwa 40 Zenti­meter steigen. Grund dafür ist eine Welle aus Tsche­chien, die aus der Elbe-Staustufe bei Usti nad Labem abgelassen wird. Das sei aber nur von kurzer Dauer, so eine Sprecherin. Fällt im tsche­chi­schen Einzugs­ge­biet der Elbe kein Regen, geht der Pegel schon am Donnerstag wieder rapide nach unten. Den Angaben zufolge führen derzeit mehr als die Hälfte der sächsi­schen Flüsse und Bäche Niedrig­wasser. (DPA)