• Bahnlinie Görlitz - Cottbus. Eine Diesellok - "Ludmilla" - passiert den eingleisigen Abschnitt bei Rietschen.

    Bahnlinie Görlitz - Cottbus. Eine Diesellok - "Ludmilla" - passiert den eingleisigen Abschnitt bei Rietschen. Foto: kmk

"Kein Geld für Strecken-Elektrifizierung in der Oberlausitz"

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Die Pläne für die Elektrifizierung der Bahnstrecken Dresden-Görlitz und Görlitz-Cottbus bleiben offenbar weiter auf dem Abstellgleis. Das Bundesverkehrsministerium habe heute erklärt, dass keine zusätzlichen Mittel für das Sonderelektrifizierungsprogramm für 2020 zur Verfügung stünden, so der sächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst. Damit werde das Programm zum Rohrkrepierer. 

Fraglich sei auch,  ob die Strecke Dresden-Görlitz überhaupt den Bewertungskriterien des Elektrifizierungsprogramms entspreche. "Selbst wenn die Bundesregierung ausreichend finanzielle Mittel für die Elektrifizierung zu Verfügung stellen würde, gibt es bis heute keinerlei Garantie, dass der Fahrdraht zwischen Dresden und Görlitz zustande kommt. Bei Gesamtkosten allein für diese Strecke von über 500 Millionen Euro ist es schleierhaft, wie die im Programm für das gesamte Bundesgebiet derzeit bereitgestellten 5 Millionen Euro zur zügigen Umsetzung beitragen sollen", so Herbst.

Er forderte die  Landesregierung zum Handeln auf. Die Elektrifizierung müsse mit Geld des Freistaates Landesmitteln vorangetrieben   und in das Sonderinvestitionsprogramm Lausitz aufgenommen werden.