Kein Sperrkreis! Wassersport auf Bärwalder See gesichert
Der Bärwalder See - er ist zweifellos ein Touristenmagnet in der Oberlausitz. Zehntausende Badegäste und Wassersportler zieht es jedes Jahr an den größten See in Sachsen. Doch im Februar sorgte Post aus Dresden für Ärger. Für drei Vogelarten sollte die Schutzzone auf dem See kreisförmig ausgewiesen werden. Damit wären Sportturniere wie Segelregatten praktisch unmöglich. Doch nun gibt es Entwarnung.
Pracht- und Sterntaucher machen Rast auf dem Bärwalder See. Der Gänsesäger nutzt ihn als Mausergewässer. Für sie sollte eine kreisförmige Schutzzone ausgewiesen werden – in Seemitte mit einem Radius von 1.000 Metern. Doch das hätte das Aus für die meisten Wassersportarten bedeutet. Dagegen liefen die Touristiker Sturm. Boxbergs Bürgermeister Achim Junker wurde bei der Landesdirektion vorstellig. Die Behörde prüfte, wertete aus und kam nun zum Schluss: Es bleibt einstweilen alles beim alten, also bei der bestehenden trapezförmigen Schutzzone. Begründung: Die Vögel hätten den Bootsverkehr auf dem See bislang toleriert.
Dem Bürgermeister fällt ein Stein vom Herzen. Mit der trapezförmigen Sperrzone – wie sie bislang galt – könne er leben. „Wir können wieder Regatten fahren. Es ist alles möglich. Die Saison kann weitergehen“, sagte uns Junker.
Allerdings haben Naturschützer weiter ein Auge auf Pracht- und Sterntaucher. Sollte ein zunehmender Bootsverkehr die Bestände gefährden, lassen sie wieder den Zirkel auf dem Bärwalder See kreisen.