Keine Chance für rechten Rapper in Bischofswerda
Bischofswerda setzt ein klares Zeichen gegen rechte Umtriebe. Die Stadt will sich nicht vereinnahmen lassen. Nachdem der Stadtrat in dieser Woche den Aufbau eines sogenannten „Patrioten-Jugendzentrums“ abgelehnt hatte, bekräftigte die Stadt heute noch einmal ihren Standpunkt.
Auch das Landratsamt in Bautzen äußerte sich zu dem Fall. Landrat und Bürgermeister wurden durch den Verfassungsschutz informiert worden. Die Behörde habe die Ankündigung des Rappers für ein Siedlungsprojekt im Landkreis Bautzen als ernstzunehmend bewertet. Ähnliche Projekte fänden sich im gesamten Bundesgebiet und passten in die Strategie der Bewegung.
„Die Beratung war ein wichtiger erster Schritt, um ein rechtsextremes Projekt im Landkreis Bautzen zu verhindern. Wir freuen uns eigentlich über jeden Zuzug in unsere Region - für völkische Siedlungsprojekte, patriotische Jugendzentren und dergleichen, gilt dieses Willkommen jedoch ausdrücklich nicht“, sagte Landrat Michael Harig.
Ein Rapper aus der rechten Szene hatte angekündigt, ein Kampfsportzentrum in Bischofswerda zu gründen – außerdem eine Siedlung mit vier Häusern zwischen Pulsnitz und Dresden. Der Verfassungsschutz rechnet den Rapper der Identitären Bewegung zu.