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„Keine Gefahr für Ludwigsdorf“

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 Die Bewohner des Görlitzer Ortsteiles Ludwigsdorf können aufatmen. Vom ehemaligen Kalksteinbruch gehe keine Gefahr aus – weder bei einem Jahrhunderthochwasser noch durch eine Böschungsrutschung. Davon ist das Sächsische Oberbergamt überzeugt. Die Behörde stützt sich auf  hydrologische Gutachten. Die Ergebnisse wurden gestern Abend Einwohnern vorgestellt.

„Sie müssen sich keine Sorgen machen. Der Bruch ist sicher“, so Eduard Zaiser, Referatsleiter im Bereich „Altbergbau“.  Im schlimmsten Fall steige das Wasser höchstens bis 1,70 Meter unter die Uferkante. Es fließe über die oberen Gesteinsschichten in Richtung Neiße ab, ergänzte Zaisers Kollege.

Ein Restrisiko aber bleibt. Ein sogenannter Tagesbruch auf dem Gelände des ehemaligen Kalksteinwerks sei theoretisch möglich. Dabei handelt es sich um einen Bergbauschaden in großer Tiefe mit Auswirkungen bis an die Oberfläche.Dafür gebe es aber keine Anzeichen, so Eduad Zaiser vom Oberbergamt. Über dem betreffenden Bereich liegen rund 50 Meter Gebirge.

Das Gelände um den alten Bruch ist abgesperrt. Die Kalksteinförderung wurde 1986 eingestellt. Danach füllte sich das Loch mit Grundwasser.  Beim Junihochwasser 2013 stieg der Pegel bedrohlich an. Der Kalksteingraben - ein kleiner Bach - war übergelaufen.  Viele befürchteten damals, dass die Wassermassen über die Bruchkante laufen und Wohngrundstücke überfluten könnten. Die Katastrophe blieb zum Glück aus.

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Reporter Knut-Michael Kunoth