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Kindeswohl­ge­fährdung - 1.000 Verdachtsfälle im Kreis Görlitz

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Immer mehr Eltern im Landkreis Görlitz sind mit der Erzie­hung ihrer Kinder überfor­dert.  Das Jugendamt ging im vergan­genen Jahr fast 1.000 Fällen nach. Das waren knapp 120 mehr als im Jahr zuvor. Im Fokus der Behörde standen 744 Kinder, und damit 55 mehr als 2015.  Vor allem Eltern, die älter als 27 Jahre sind, fühlen sich überfor­dert. Anzeigen kamen vor allem aus dem Altkreis Löbau – und zwar 372 zu 220 Kindern. In reich­lich 30 Prozent der Fälle sahen die Insti­tu­tionen dringenden Handlungs­be­darf. Das Amt stufte die betrof­fenen Kinder als akut gefährdet ein. Mit einem bereits vor einigen Jahren einge­führten sozialen Frühwarn­system sollen Fälle von Kinds­wohl­ge­fähr­dung recht­zeitig erkannt werden.