++ EIL ++

Kindeswohlgefährdung - über 600 Anzeigen im Kreis Görlitz

Zuletzt aktualisiert:

Das Jugendamt des Kreises Görlitz ist im vergangenen Jahr in 620 Fällen einer möglichen Kindeswohlgefährdung nachgegangen. Der Verdacht erhärtete sich in fast jedem zweiten Verfahren. Betroffen waren vor allem Kinder im Alter von drei und zehn Jahren. In rund einem Viertel der Fälle wurde zwar keine Gefährdung festgestellt, aber Hilfebedarf. 

Das Jugendamt stellte bei 217 Kindern fest, dass sie vernachlässigt wurden. 72 waren psychischer Gewalt ausgesetzt und 39 körperlicher Gewalt. Besonders gefährdete Kinder wurden in Heimen oder bei Pflegeeltern untergebracht.  Eltern erhielten ambulante Erziehungshilfe. Die Mitarbeiter des Jugendamtes stellten Schutzpläne auf, führten Gespräche mit Eltern und Jugendlichen.

Rund 30 Prozent der Meldungen über eine mögliche Kindeswohlgefährdung gingen anonym ein. 15 Prozent der Hinweise kamen von Polizei und Gerichten.