„King Abode“ hält weiter die Justiz in Bautzen auf Trab
Der als „King Abode“ bekannt gewordene, derzeit in Kamenz lebende Intensivtäter aus Libyen beschäftigt weiter die Justiz. Er soll einem Autofahrer in Bautzen eine Beule in die Beifahrertür getreten haben. Der inzwischen abgelehnte Asylbewerber ist auf insgesamt fast 1.400 Euro Schadenersatz verklagt worden. Er soll dem Autofahrer die Reparatur- und Mietwagenkosten erstatten. Freitag in einer Woche (29.3.) wird der Fall vor dem Amtsgericht Bautzen verhandelt. „King Abode“ beruft sich auf Notwehr. Der Autofahrer habe ihn beleidigt. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hatte im Oktober vergangenen Jahres den Asylantrag von "King Abode" abgelehnt. Das Urteil wurde inzwischen rechtskräftig. Wann er abgeschoben werden kann, ist aber weiter unklar. Der Flugplatz in der libyschen Hauptstadt Tripolis ist in der Hand der IS-Terrormiliz. Dem Libyer werden über 20 Straftaten zugeschrieben. Der junge Mann mit dem selbst gewählten Namen "King Abode" kam vor fast vier Jahren nach Deutschland. Er begründete seinen Asylantrag damit, dass seine dem früheren Diktator Ghaddafi nahestehende Familie von islamistischen Milizen verfolgt werde. Sein Vater und zwei Brüder seien getötet worden. Er selbst behauptet, dass er zweimal angeschossen worden sei.
Seit er in Deutschland ist, hält er Polizei und Justiz auf Trab. Er fiel bei den Tumulten im September 2016 auf dem Bautzener Kornmarkt auf. Gegen ihn wurden mehrfach Geldstrafen verhängt - zuletzt eine achtmonatige Freiheitsstrafe. Im September vergangenen Jahres wurde der Libyer nach einem Raub im Asylbewerberheim Kamenz festgenommen, kam aber wieder frei.
Die Stadt Bautzen hat den "King" schon zweimal zur „Persona non grata“ erklärt. Das Aufenthaltsbot gilt aber immer nur für drei Monate. Oberbürgermeister Alexander Ahrens sieht durch den 22-Jährigen das friedliche Miteinander in Bautzen gefährdet.