Kirchenbrand von Großröhrsdorf - Angeklagter widerruft Aussagen
Der Angeklagte zum Kirchenbrand in Großröhrsdorf hat früheren Äußerungen widersprochen. „Einem psychiatrischen Gutachter erklärte er eine andere Variante“, sagte sein Verteidiger Florian Berthold. Sie stehe im Widerspruch zu den Aussagen bei der Polizei und der Ermittlungsrichterin. Später, nach Mitternacht, habe er etwas gesagt, was seitens der Ermittler als „Geständnis gewertet werden könnte“, so Berthold. Aber er sei dabei ohne rechtliche Beratung und Anwalt gewesen.
Am kommenden Montag beginnt der Prozess gegen den 41-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im vergangenen Sommer die evangelische Stadtkirche von Großröhrsdorf angezündet zu haben. Der 41-jährige Heizungsinstallateur aus eine Dorf bei Pulsnitz soll Anfang August ein Kirchenfenster eingeschlagen und Benzin hineingeschüttet haben. Die Flammen zerstörten Dachstuhl und Kirchenschiff. Die Spitze des 50 Meter hohen Glockenturms brach zusammen. Historische Kunstschätze wurde ein Raub der Flammen, darunter eine geschnitzte Madonna aus dem 15. Jahrhundert und eine Nachbildung des Altars der Leipziger Thomaskirche. (dpa/ red)