Kita-Beiträge in Görlitz steigen, aber „abgepuffert“ - was das bedeutet
Der Görlitzer Stadtrat hat gestern Abend mehrheitlich der Erhöhung der Kita-Beiträge zugestimmt. Sie steigen schrittweise und nicht, wie von der Stadt vorgeschlagen, auf einmal. Außerdem wird künftig eine weitere Betreuungszeit angeboten, und zwar von siebeneinhalb Stunden. Damit setzten sich CDU, „Bürger für Görlitz“, Motor Görlitz/SPD und Grüne mit einem Änderungsantrag durch.
Konkret heißt das: Die Sätze für die Krippe erhöhen sich zunächst auf 16 Prozent und ab 2027 auf 18 Prozent der Betriebskosten, für den Kindergarten sind es 27 und später 29 Prozent. Damit werde die Erhöhung abgepuffert, so CDU-Stadtrat Matthias Schöneich. Dagegen forderte die AfD, dass die Beiträge stabil gehalten werden. Die Erhöhung sei der falsche Weg. „Wir greifen den Eltern in die Tasche“, so Stadtrat Sebastian Wippel.
Die Kita-Beiträge in Görlitz wurden zuletzt 2021 erhöht. Sie beruhten bislang auf den Kostenberechnungen aus 2019. Seitdem seien Betriebs- und Personalkosten deutlich gestiegen und auch die Inflation, so die Stadtverwaltung.