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Kletterunfall am Berzdorfer See: Das ist die Ursache

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Nach dem Kletterunfall am Berzdorfer See bei Görlitz werden immer mehr Details bekannt. Demnach führte offenbar ein technischer Defekt zu dem schweren Unglück, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Ein 34-Jähriger stürzte am vergangenen Samstag fast 10 Meter in die Tiefe und zog sich schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte flogen den Mann in eine Klinik nach Dresden.

Passiert sei der Unfall demnach am sogenannten „Freefall“, bei dem die Gäste den Kletterparcours in der „Blauen Lagune“ abschließen können. Von einer Plattform aus dürfen  Besucher dann sicher eingehängt in die Tiefe springen und werden durch das Sicherungssystem automatisch abgebremst. Genau das habe bei dem Verunglückten aber nicht komplett funktioniert, heißt es. Warum, sei bislang völlig unklar. Man stehe aktuell in Kontakt mit den Behörden, dem Sachverständigen und der Errichterfirma. Der Mann stürzte durch die fehlende Sicherheitsvorrichtung offenbar nahezu ungebremst in die Tiefe.

Die bayerische Herstellerfirma hat inzwischen reagiert und vorsichtshalber auch in anderen von ihr errichteten Kletterparks den „Freefall“ außer Betrieb genommen. Auch wurde die Anlage am Berzdorfer See entsprechend überprüft. Erst im April habe ein Sachverständiger den Kletterparcours abgenommen. Zudem werde die Freizeiteinrichtung täglich vor Öffnung von Mitarbeitern überprüft - so auch am Tag des Unfalls, heißt es weiter. Inzwischen wurde der Kletterpark von der Polizei wieder freigegeben.