Klopapierersatz macht Stadtwerken Weißwasser Sorgen
Der Mangel an Toilettenpapier in Corona-Zeiten macht erfinderisch und lässt die Stadtwerke Weißwasser ins Schwitzen kommen. Viele Einwohner nehmen notgedrungen für ihre Notdurft Küchenrollen oder Zelltstofftaschentücher. Die Folge sind Verstopfungen. Papier- und Zellstoffreste bleiben im großen Rechen im Klärwerk hängen.
„Der Rechen kann so blockiert werden. Dann haben wir höchstens vier Stunden Zeit, um die Störung zu beheben. Schaffen wir das nicht, staut sich das Abwasser in der Kanalisation. Toiletten laufen über“, warnt Abwassermeister Matthias Korn. Deshalb: Bitte nur Toilettenpapier ins Klo, appelliert Abwassermeister Korn an die Weißwasseraner.
Im Klärwerk der Stadtwerke Weißwasser werden täglich rund 2.600 Kubikmeter Schmutzwasser von über 20.000 Einwohnern gesäubert. Es kommt durch ein natürliches Gefälle an. In einem Abscheider werden Rückstände ausgesondert. „Jeden ist jeden Monat ein Container, also rund fünf Tonnen“, so Korn.