Kohleförderer Leag experimentiert mit Hanf und Pfeffer
Die Leag geht fremd. Der Lausitzer Kohleförderer baut Lavendel, Hanf und Pfeffer an. Auf rekultivierten Tagebauflächen will der Energiekonzern neue Geschäftsfelder erschließen. Dabei arbeitet er mit Agrargenossenschaften aus der Region zusammen.
An den Tagebauen Reichwalde und Jänschwalde wurden drei Sorten Hanf ausgesät. Aus ihnen lässt sich proteinreiches Öl gewinnen. Die Pflanzenfasern können für Textilien oder Dämmstoffe genutzt werden. Ein weiterer Feldversuch wurde am Tagebau Nochten gestartet. Dort experimentiert die Leag mit Lavendel und auch mit Szechuan-Pfeffer. Wenn die kleinen roten kugelförmigen Kapselfrüchte mit dem scharfen Aroma unter der Lausitzer Sonne gedeihen, könnten sie vielleicht ein Exportschlager für die Gourmet-Gastronomie werden. Bis dahin haben die Restaurants hoffentlich wieder geöffnet.
Zum Feldversuch gehört auch der Anbau von Öl-Leinen. Dafür ist ein Hektar reserviert. „Zwischen den Kulturen sollen zudem Flurgehölze wie die Cornell-Kirsche, die Indianerbanane, die Ölweide und die Esskastanie (Baum des Jahres 2018) angepflanzt werden“, so die Leag.