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Kombibad für Kamenz?

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Im Hallenbad Kamenz lernen rund 1.600 Schüler aus der Region schwimmen. Kinder und Jugendliche aus Vereinen trainieren in der Halle, bereiten sich auf Wettkämpfe vor. Das Bad ist jedoch marode.

Eine Sanierung wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll. Sie würde weit über zwölf Millionen Euro kosten. So hatte sich der Landkreis als Betreiber auf einen Neubau verständigt. Doch die Fördertopf hängen hoch. Sie sind – wie sich nun herausgestellt hat – für den Landkreis nicht erreichbar.

Kombibad mit Erlebnisbecken

Kamenz hat nun ein Kombibad vorgeschlagen – also einen Neubau mit sechs Schwimmbahnen für Wettkämpfe plus Außenanlage  mit Erlebnis- und Planschbecken sowie Spraypark und Spielplatz auf der grünen Wiese. Ein Kombibad, das von Stadt und Landkreis getragen wird.

Dieses Modell könnte möglicherweise gefördert werden. Den Antrag müsste Kamenz aber allein stellen. Die Stadt hat eine Rechnung aufgemacht. Der Neubau mit Außenerlebnisbereich würde rund 21,5 Millionen Euro kosten.  Bei einer 90 prozentigen Förderung aus dem Strukturentwicklungsfonds für die Lausitz müssten gut drei Millionen Euro von Landkreis und Stadt übernommen werden.  

Vorschlag aus dem Stadtrat

Und es gibt noch einen Vorschlag aus dem Kamenzer Stadtrat. Stichwort: PPP -  Public-private-Partnership, auf Deutsch:  öffentlich-private Partnerschaft.  Die Linke  findet diese Idee nicht schlecht. Fraktionschef Alex Theile könnte sich vorstellen, dass sich große Unternehmen der Region an der Finanzierung beteiligen, z.B. die Accumotive oder der Klimakompressorenhersteller in Straßgräbchen. Die Firmen könnten damit ein attraktives Angebot für ihre Mitarbeiter schaffen.

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Reporter Knut-Michael Kunoth