Konjunkturmotor des ostsächsischen Handwerks stottert
Das Handwerk in Ostsachsen schaut mit Sorge in die Zukunft. Nur noch knapp die Hälfte der rund 22.500 Betriebe schätzt ihre Lage als gut ein. Zwölf Prozent klagen, dass die Geschäfte schlecht laufen. Das geht aus dem heute veröffentlichten Konjunkturbericht der Handwerkskammer Dresden hervor. Eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau sei für 2020 nicht zu erwarten, stellte Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski fest.
Der Geschäftsklimawert hat sich gegenüber dem Vorjahresherbst um 15 Punkte verschlechtert. Jeder dritte Handwerksbetrieb, der für den gewerblichen Bedarf tätig ist, beklagt Umsatzrückgänge. Fast jedem vierten Unternehmen fehlen Aufträge. Dennoch hat die Mehrzahl weiter gut zu tun. 56 Prozent sind fast vollständig ausgelastet.
Brzezinski mahnte die Politik, Augenmaß zu behalten. Die Wirtschaft dürfe nicht über Gebühr belastet werden, versprochene Hilfen müssten sehr schnell bei den Betroffenen ankommen.
Der Link zum Konjunkturbericht: www.hwk-dresden.de/konjunktur