Korsett an Görlitzer Peterskirche fällt
Die Gerüste an der Görlitzer Peterskirche fallen. In den kommenden Wochen werden sie abgebaut. Die zwölf beschädigten Wimperkreuzblumen an den beiden Türmen wurden ausgetauscht. Peterskirch-Pfarrer Hans-Wilhelm Pietz ist froh, dass sich das Wahrzeichen von Görlitz bald wieder ganz unverhüllt zeigt. Mit einem Gottesdienst am ersten Advent soll das Ende der Arbeiten gefeiert werden.
Die alten Figuren mussten samt Sockel abgenommen werden. Bei der letzten Sanierung 2002 war für sie ein gipshaltiger Mörtel verwendet worden. Durch den Kontakt mit dem Beton bildeten sich Salzkristalle. Sie sprengten den Beton auf. Die alten, beschädigten Wimperkreuzblumen wurden zum Tag des Denkmals versteigert.
Die Sanierung der beiden Türme hat insgesamt über 900.000 Euro gekostet. Dabei war das rund 80 Meter hohe Gerüst das teuerste.
Die von 1425 bis 1497 erbaute Peterskirche ist mit einer Länge von 72 Metern, einer Breite von 39 Metern und einer Mittelschiffshöhe von 24 Metern eine der größten und bedeutendsten Hallenkirchen im Osten Deutschlands. Ihre beiden Türme sind 84 Meter hoch. Sie ist eines der Wahrzeichen von Görlitz.