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Kostbarkeit für Sorbisches Institut

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Kostbares Geschenk für das Archiv des Sorbischen Instituts in Bautzen. Ein ehrenamtlicher Historiker aus Cottbus  hat   zwei bisher unbekannte Handschriften der niedersorbischen Theaterautorin und Lyrikerin  Marianne Domaschke  übergeben. Dabei handele es sich um einen Brief sowie ein Manuskript des Theaterstücks „Die Schwitzkes suchen eine Magd“, auf sorbisch „Šwickojc pytaju źowku“.  Der bisherige Nachlass der Schriftstellerin sei nur ein Fragment„ und umfasse nun neben zwei bereits im Bestand befindlichen handschriftlichen Seiten des Stückes auch das Original, teilte das Institut mit.  Der Historiker Frank Schreiber   hatte die Handschriften über entfernte Verwandte  aus dem Umfeld der Autorin erhalten. Das Original-Manuskript des Theaterstücks soll nun auch der Forschung zugänglich gemacht werden.  

Domaschke (1872-1946) arbeitete zunächst in einer Textilfabrik in Cottbus. Ab 1925 schrieb sie Gedichte und Artikel für verschiedene sorbische/wendische Zeitungen und Zeitschriften. 1929 erschien ihr sozialkritisches Drama “Aus dem Leben der Armen„ (Z chudych žywjenja), das 1932 in tschechischer Übersetzung in Prag erstmals aufgeführt wurde.(dpa/red)