KVG Zittau geht gegen Vergabentscheidung vor
Die Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck (KVG) Zittau sieht rot. Sie will gegen die Vergabe der Buslinien im Kreis Görlitz an die DB Regio Bus Ost vorgehen. Der Rechtsweg werde ausgeschöpft, kündigte Geschäftsführer Alfons Dienel an. Das bedeutet, dass die KVG zunächst die Vergabekammer anrufen wird.
„Wir waren sehr überrascht von der Entscheidung, weil wir gemessen an den hohen Anforderungen ein sehr wirtschaftliches Angebot abgegeben haben“, Dienel bezeichnete die Stimmung unter den Kollegen als gedrückt. „Sie machen sich Sorgen, wie es ab 2023 weitergeht.“
Der Kreistag hatte vergangene Woche der Auftragsvergabe an die DB Regio Bus Ost zugestimmt. Von 2023 bis 2033 sollen die roten Busse auf den Landstraßen des Landkreises rollen. Ausnahme bildet die Stadt Görlitz. Dort halten die Görlitzer Verkehrsbetriebe den Fahrhebel in der Hand.
Die Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck Zittau hat 190 Mitarbeiter. Sie fährt jährlich rund 4,6 Millionen Fahrplankilometer zum Preis von rund 2,80 je Kilometer.