Baukran stürzt auf Wohnhaus - Mieter müssen ins Hotel

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Nach dem Kran-Unfall auf der Ferdinandstraße in Dresden hat eine Fachfirma noch am Montag mit den Bergungsarbeiten begonnen. Betroffene Anwohner sind laut Feuerwehr vorübergehend in einem Hotel untergekommen.

Acht Wohnungen sind aktuell nicht nutzbar. Der Kran habe Wände beschädigt, Scheiben seien zu Bruch gegangen, teilte die Polizei mit. Die Bergung sei schwierig. Einfach wieder aufgerichtet werden könne der Kran nicht. Er müsse demontiert werden.

Der Baukran war am Montagnachmittag aus noch ungeklärter Ursache auf einer Baustelle hinter dem Rundkino umgekippt. Augenzeugenberichten, dass es sich wie ein "Erdbeben" angefühlt habe.  Der Kran sei gegen die Fassade eines Hauses gestürzt, an dieser entlang geschrammt und habe diese beschädigt. Glücklicherweise ist niemand verletzt worden. Zur Schadenshöhe ist aktuell nichts bekannt.

Der Bereich wurde abgesperrt. Weil es sich um einen Arbeitsunfall handelt, hat die Landesdirektion als Aufsichtsbehörde die Ermittlungen übernommen.

Anmerkung der Redaktion: der Ursprungsartikel wurde fortlaufend aktualisiert

Die Feuerwehr Dresden war am Unglücksort mit einem Großaufgebot im Einsatz. Teile des Baukrans lagen an dem Gebäude und der Bereich Ferdinandstraße war mit Trümmerteilen bedeckt. Das Gebäude wird durch Fachleute begutachtet. Die Baufirma bereitet die Bergungsmaßnahmen vor Ort. Der Kran gehört zur Baustelle auf dem Grundstück des ehemaligen Wöhrl-Kaufhauses. Dort baut die Firma Values Real Estate Holding aus Hamburg derzeit ein Hotel.