Kreis Görlitz schlägt Oberlausitz-Tarif vor
Der Landkreis Görlitz hat einen einheitlichen Oberlausitz-Tarif für Bus und Bahn vorgeschlagen. Mit einem entsprechenden Modell könne die VVO/ZVON-Tarifgrenze im Kreis Bautzen aufgehoben und damit das Tarifwirrwarr beseitigt werden, sagte Landratsamts-Dezernentin Heike Zettwitz. Görlitz will zugleich dem VVO entgegenkommen. Der Verkehrsverbund soll sein Tarifgebiet bis zur östlichen Grenze des Kreises Bautzen ausdehnen können.
Derzeit geht die Tarifgrenze zwischen ZVON und VVO mitten durch den Landkreis Bautzen. Die Kosten für das Modell müssten noch berechnet werden. Einer Fusion des ZVON mit dem VVO, so wie sie der Bautzener Landrat Michael Harig sie bis Ende dieses Jahres anstrebt, lehnen sowohl der Landkreis als auch die Stadt Görlitz unter den bisherigen Bedingungen ab. „Denn dann hätten die Stadt Dresden plus ein weiteres Verbandsmitlgied bei wichtigen Entscheidgungen die Mehrheit. Wir müssten Nachteile befürchten“, so Heike Zettwitz.
Der Bautzener Landrat Michael Harig bezeichnete den Vorschlag aus Görlitz als einen ersten, guten und wichtigen Schritt. Der reiche aber nicht. Harig, der Vorsitzender des ZVON des VVO ist, hält aus planerischer Sicht eine Strukturveränderung für unumgänglich, also das Zusammengehen beider Verkehrsverbünde.
Der heute vom Kreis Görlitz ins Spiel gebrachte Oberlausitz-Tarif soll demnächst in einer Klausur-Tagung diskutiert werden.