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Kreistag Görlitz beschließt Doppelhaushalt 2017/ 2018

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Der Kreistag Görlitz hat die Weichen für die kommenden zwei Jahre gestellt. Heute Nachmittag wurde der Doppel­haus­halt beschlossen. 51 Kreis­räte stimmten dafür, 21 dagegen.  Größter Posten sind die Sozial­aus­gaben mit mehr als 640 Millionen Euro. In den nächsten zwei Jahren sollen rund 50 Millionen Euro inves­tiert werden – vor allem in Schulen und Straßen.

Dem Beschluss war eine sachliche, aber kontro­verse Debatte voraus­ge­gangen. Die Links­partei lehnte den Etatent­wurf ab. "Dieser Haushalt ist ein Geschenk an die regie­rende Partei in Sachsen„, sagte Frakti­ons­chef Mirko Schultze.

Von einer "gehörigen Portion gestal­te­ri­schen Optimismus im Haushalt" sprach Michael Wieler, Freie Wähler. Er hoffe, dass die in Aussicht gestellten 1,5 Millionen Euro als Struk­tur­schwä­che­aus­gleich kommen. Die Freien Wähler wollen dem Etat trotzdem zustimmen.

Die Bündnis-Grünen kriti­sierten, dass zu Lasten der Jugend­hilfe, der Vereine, des Tourismus und der Wirtschafts­för­de­rung gespart werde. Die Ableh­nung des Haushaltes sei ein deutli­ches Zeichen nach Dresden, so Kreisrat Thomas Pilz.

Die AfD kündigte an, dass sie aus Gründen der Haushalts­si­cher­heit dem Budget-Plan nicht zustimmen will. Erst müsse der Doppel­haus­halt des Landes verab­schiedet werden, so ein Sprecher.

Erwar­tungs­gemäß positiv kommen­tierte die CDU-Fraktion das vorlie­gende Zahlen­werk. Kreisrat Günter Valentin hob die Inves­ti­tionen hervor. Damit werde auch ein Beitrag zur Stärkung der heimi­schen Wirtschaft geleistet. Die CDU mahnte aber eine maßvolle Perso­nal­ent­wick­lung an.