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Kreistag stimmt Erweiterung des Görlitzer Landratsamtes zu

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Grünes Licht für Erwei­te­rung des Görlitzer Landrats­amtes. Der Kreistag hat am Nachmittag einem entspre­chenden Grund­satz­be­schluss zugestimmt. 48 stimmten mit Ja, 15 mit Nein, 19 enthielten sich. Damit wird der Weg frei für den Umzug weiterer Ämter nach Görlitz. Von der Kräfte­bün­de­lung ist Löbau am stärksten betroffen. Jeder zweite Landkreis­an­ge­stellte dort wird künftig seinen Arbeits­platz in Görlitz haben. Damit bleiben in Löbau noch 150 Stellen. In den Außen­stellen Niesky (derzeit 190, künftig 170) und Zittau (derzeit 270, künftig 250) sind nur gering­füge Stellen­ver­la­ge­rungen vorge­sehen – in Weißwasser (derzeit 100 Beschäf­tigte) keine.

Sogenannte publi­kums­re­le­vante Bereiche, wie z.B. die Jobcenter in Zittau, Löbau, Niesky und Weißwasser, sollen dort auch bleiben. Geplant ist, die Ämter für Umwelt und Vermes­sung sowie die Bauauf­sicht in die Kreis­stadt zurück­zu­holen. Außerdem sollen das Kreis­haus an der Otto-Müller-Straße in Görlitz aufge­geben und das Jobcenter von der Lunitz an den zentralen Standort an der Bahnhof­straße ziehen.

Die Kreis­ver­wal­tung will insge­samt acht Gebäude und Grund­stücke an der Salomon- und Berliner Straße beziehen. Bis voraus­sicht­lich 2022 soll ein Landrats­amts-Campus in Görlitz entstehen – mit 170 kosten­pflich­tigen Parkplätzen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte noch ein Kreis­tags­saal hinzu­kommen. Das ist aber nicht Gegen­stand des heute gefassten Grund­satz­be­schlusses. Mit der Ausbrei­tung des Landrats­amtes soll zugleich auch das Quartier Obere Berliner Straße aufge­wertet werden.

Die Kosten werden auf 24 Millionen Euro geschätzt. Eine ganze Stange Geld. Aber dem Finanz­bei­ge­ord­neten ist nicht bange. Er hat gerechnet: Rund drei Millionen Euro könnten einge­spart werden. Denn mit dem Ämter­umzug braucht kein Geld in die Sanie­rung der die Außen­stand­orte Löbau und Görlitz gesteckt zu werden. Rund 700.000 Euro könnten aus Verkäufen nicht mehr benötigter Verwal­tungs­ge­bäude einge­nommen werden. Den Großteil der Inves­ti­ti­ons­kosten will der Landkreis geför­dert bekommen. Blieben dann noch gut neun Millionen Euro übrig. Die muss der Kreis aufbringen. Knapp sechs Millionen wurden bereits in den Haushalt einge­stellt. Derzeit haben rund 350 Mitar­beiter ihren Schreib­tisch am zentralen Landrats­amts­standort in Görlitz.  Künftig sollen es über 700 sein. Das ist dann jeder zweiter Beschäf­tigte der Kernver­wal­tung.